Tipps: Webtexte schreiben, die rocken!

Tipps Webtexte schreiben„Unsere Webseite ist veraltet. Schreib doch mal eben nen neuen Text!“ – Wer mit dieser Einstellung seine Mitarbeiter dazu verdonnert, aus dem Stegreif und natürlich mit möglichst geringem Zeitaufwand neue Webtexte zu schreiben, wird damit gegen die Wand fahren. Der Content einer Webseite sollte nicht stiefmütterlich behandelt werden. Warum? Weil von ihm zahlreiche, wichtige Faktoren maßgeblich abhängen: das Google-Ranking, das Kaufinteresse potenzieller Kunden, die Verweildauer auf der Webseite – nur, um ein paar wenige zu nennen. Worauf es mitunter ankommt, wenn man gute Webtexte schreiben möchte, verrate ich in diesem Beitrag.

Gute Webtexte schreiben bedeutet, sich Zeit zu nehmen

Zeit ist Geld. Das stimmt. Aber nicht nur in dem Sinne, dass Geld verloren geht, wenn man für eine spezielle Aufgabe „zu lange“ braucht – man kann diese Redewendung auch aus einer anderen Perspektive betrachten: Nimmt man sich für eine Aufgabe zu wenig Zeit und erledigt diese nur halbherzig, geht das Geld ebenso flöten. Schlimmer noch: Es ist eine Verschwendung, denn halbherzig ausgeführte Aufgaben kann man auch direkt bleiben lassen. Für Webtexte ist diese Einstellung grundlegend. Webtexte fordern, dass man sich Zeit für sie nimmt und sich wirklich mit ihnen auseinandersetzt. Nur dann kann man sich ein detailliertes Bild über die individuellen Anforderungen machen.

Die Zielgruppe definieren

Einer der ersten Aspekte, über den man sich Klarheit verschaffen sollte, ist die Zielgruppe. Wen möchte ich mit meinen Webtexten erreichen? Welche Bedürfnisse hat meine Zielgruppe? Welche „Sprache“ spricht sie – geschwollen oder umgangssprachlich, direkt oder blumig? All diese Fragen gilt es, zu beantworten – und zwar bevor man anfängt, in die Tasten zu hauen. Hier spielt zum Beispiel sogar schon die Anrede eine Rolle: Möchte ich meine Leser duzen oder siezen? Oder umgehe ich die direkte Anrede sogar komplett?

Botschaft & Zielsetzung bewusst machen

Jeder Webtext sollte eine Zielsetzung verfolgen. Je nachdem, in welcher Branche man sich bewegt oder welche Art von Webseite man betreibt (Blog, Shop, Ratgeber-Webseite), sind die globalen Zielsetzungen verschieden. Ein Webtext kann beispielsweise:

  • informieren
  • beraten
  • zum Kauf animieren
  • unterhalten

oder mehrere dieser Intentionen vereinen. Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld im Klaren darüber ist, welche Botschaft wie vermittelt werden soll. Denn letztlich sollten gute Webtexte immer zum Handeln auffordern – sei es in Form eines Kaufes, einer Buchung, eines Feedbacks oder einer Weiterempfehlung.

Gute Webtexte lösen eine Handlung aus.

Neues offenbaren & konkrete Infos liefern

Wenn man eines vermeiden sollte, dann ist es, mit alten Kamellen zu langweilen. Die Leser wollen das Gefühl haben, etwas anvertraut zu bekommen, Neuigkeiten zu entdecken und positiv überrascht zu werden. Und ganz oft wollen sie einfach die Lösung eines Problems finden! Wenn ein User beispielsweise „Mittel gegen Haarausfall“ googelt, dann möchte er bei einem Klick auf ein gut geranktes Suchergebnis auch genau diese Info finden. Und zwar nicht nur in Form einer reinen Produktempfehlung, sondern im besten Fall mit hilfreichen Informationen, Alternativ-Vorschlägen und innovativen Tipps zu dem Thema.

Leser wollen eine Lösung für ihr Problem finden!

Immer schön authentisch bleiben

Der Aspekt „Authentizität“ spielt eine große Rolle, wenn man unternehmens- oder personenbezogene Webtexte schreiben möchte. Glattgebügelte Webtexte, die 1:1 auch auf tausend andere Unternehmen übertragbar wären, rufen nicht das größte Vertrauen hervor. Was ist mit Ecken und Kanten? Persönlichkeit? Jeder hat seinen eigenen Stil, seine eigene Art und Weise, Infos zu vermitteln oder Produkte/Dienstleistungen anzupreisen. Ich sage: Je authentischer, desto besser. Denn wenn sich eine Person bzw. ein Unternehmen mit den Texten auf der eigenen Webseite identifizieren kann, spüren das auch die Leser und kaufen einem das gesamte Erscheinungsbild viel eher ab.

Glattgebügelte Webtexte möchten die Wenigsten lesen.

Webtexte schreiben, die es noch nicht gibt

Dieser Aspekt klingt fast schon zu banal. Doch ich würde ihn nicht hervorheben, wenn er nicht eine ausschlaggebende Bedeutung für gute Webtexte hätte. Das Stichwort „Unique Content“ hat insbesondere in der Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) einen hohen Stellenwert. „Copy and paste“ ist ein absolutes No-Go! Zumal man sich strafbar macht, wenn man sich ungefragt an dem Content anderer bedient – oder ganz deutlich gesagt: wenn man Texte klaut. Eine andere „Falle“ sind Text-Portale, über die man fertige Texte einkaufen kann. Kaufen mehrere, verschiedene Webseiten-Betreiber dieselben Webtexte, kann das auf das Google-Ranking negative Auswirkungen haben. Google liebt Einzigartigkeit und vor allem Mehrwert! Wenn also plötzlich zwanzig Webseiten mit genau denselben Inhalten gefunden werden, stempelt Google dies als „Dublicate Content“ ab und filtert diesen aus den Ergebnissen heraus. Generell sollten also Webtexte individuell und vor allem professionell verfasst werden – das steigert zudem die Qualität der gesamten Webseite.

Einzigartigkeit und Professionalität siegt.

Die Suchmaschine füttern

Da ich das Thema „Suchmaschinenoptimierung“ schon angesprochen habe, gehe ich noch detaillierter auf Aspekte in diesem Zusammenhang ein. Wenn man Webtexte schreiben möchte, sollte man sich immer vor Augen führen, dass man im Grunde genommen mindestens zwei Zielgruppen hat: die (potenziellen) Käufer/Interessenten und die Suchmaschinen. Diese Zielgruppen haben jedoch abweichende Anforderungen an Webtexte. Suchmaschinen wie Google müssen in Webtexten eine gewisse Struktur und Keywords bzw. Keyword-Kombinationen erkennen, um die Texte einordnen und ranken zu können. Wir machen mal ein fiktives Gedankenspiel:

Ich betreibe eine Webseite, die Kniestrümpfe vertreibt und möchte, dass sie unter der Keyword-Kombination „Kniestrümpfe kaufen“ in Google weit oben gefunden wird. In meinen Webtexten muss diese Keyword-Kombination so geschickt integriert werden, dass sie oft genug auftaucht, um Google´s Aufmerksamkeit zu gewinnen, ohne jedoch den Lesefluss der potenziellen Käufer zu beeinträchtigen. Es gilt also: So oft wie nötig, so unauffällig wie möglich. (In meinem Blog-Text „Was ist SEO?“ gibt es nähere Infos zum Thema „Keywords“).

Generell sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es echte Menschen sind, die die Produkte oder Dienstleistungen kaufen – nicht die Suchmaschine. Daher sollte dieser Zielgruppe – meiner Meinung nach – die Priorität zugeschrieben werden: Auch wenn gute Webtexte die Suchmaschine füttern sollen, sollten die Lesbarkeit und der attraktive Inhalt im Vordergrund stehen. Willkürliche Keyword-Aneinanderreihungen sieht nun wirklich keiner gerne. Im Gegenteil: Das schreckt eher ab und kann hohe Absprungraten und niedrigere Verkaufszahlen zur Folge haben.

Keywords müssen gezielt eingesetzt werden.

Auch die Optik zählt: Struktur von Webtexten

Neben dem Inhalt spielt auch die Struktur von Webtexten eine zentrale Rolle. Ellenlange Textblöcke lesen sich die Wenigsten aufmerksam durch. In meinem Blog-Text „Webtexte vs. Bilder – Leseverhalten im Internet“ gebe ich einige Tipps, wie man Webtexte optisch hübsch aufbereitet. Außerdem verrate ich, wie man Webtexte gliedern sollte, um das Interesse von Lesern aufrecht zu erhalten. Last but not least ein paar abschließende Worte dazu, warum Webtexte für den Erfolg von Webseiten wichtig sind.

Gute Webtexte punkten auch ohne Zahnpasta-Lächeln

In lokalen Geschäften stehen den Interessenten Angestellte zur Verfügung, um Fragen beantwortet zu bekommen. Im Internet übernehmen größtenteils Webtexte diesen Job. Sie sind sozusagen die Verkäufer auf Webseiten und sollten ebenso gut auf Fragen vorbereitet sein wie Ansprechpartner im Einzelhandel. Mehr noch: Schriftliche Aussagen liefern generell zuverlässigere Informationen als Gespräche mit Verkäufern und haben einen höheren Grad an Verbindlichkeit. Doch ein überzeugender Verkäufer ist nicht von heute auf morgen geboren. Zumindest nicht im Regelfall. Und das gilt auch für Webtexte. Deswegen sollte ihnen eine gute Recherchearbeit gewidmet und viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Schließlich klicken Besucher aus einem bestimmten Grund auf eine Webseite: Sie wollen dort finden, was sie suchen. Und weil Webtexte kein Zahnpasta-Lächeln aufsetzen können, müssen sie den Webseiten-Besucher von Anfang an mit interessanten und präzisen Informationen in einen „Dialog“ verwickeln.

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