Suchmaschinenmarketing: Was ist SEA?

Was ist SEA SuchmaschinenmarketingNeben der Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist die bezahlte Suchmaschinenwerbung (SEA) der zweite Bereich des Suchmaschinenmarketing. Außer Google gibt es noch weitere Anbieter für Suchmaschinenwerbung wie Bing und Yahoo. Da diese in Deutschland aber einen sehr geringen Marktanteil aufweisen, beziehe ich mich in meinem Text ausschließlich auf SEA-Maßnahmen in Google. Das bekannteste Tool für bezahlte Suchmaschinenwerbung ist Google AdWords und ermöglicht, Textanzeigen, Display-Anzeigen und/oder Google Shopping Anzeigen zu schalten.

Die Anzeigen werden auf der Ergebnisseite von Google von den organischen Suchergebnissen abgegrenzt und als Anzeigen gekennzeichnet. Anzeigen können oberhalb, unterhalb und neben den organischen Suchergebnissen erscheinen und werden nach einem Qualitätsfaktor bewertet, dessen Komponenten Einfluss auf den Anzeigenrang haben. Dabei geht es u. a. um die Relevanz des Textes für die Suche eines Nutzers, die erwartete Klickrate oder auch um die Relevanz/Qualität der Zielseite, auf die ein Nutzer gelangt, wenn er auf die Anzeige klickt (Stichwort: guter Content!).

Was ist das Ziel bezahlter Suchmaschinenwerbung?

Prinzipiell ist bezahlte Suchmaschinenwerbung via Google AdWords für jedes Unternehmen bzw. jeden Gewerbetreibenden ein tolles Werkzeug, um:

  • eine höhere Klick-Rate auf der Webseite zu erreichen,
  • das eigene Image zu pflegen und die Markenbekanntheit zu steigern,
  • und natürlich um Verkäufe und Leads zu erhöhen.

Wie funktioniert SEA?

Wie funktioniert das Ganze jetzt? Wer innerhalb der Suchmaschine Google eine AdWords-Anzeige schalten möchte, benötigt ein Konto bei Google AdWords und kann hier verschiedene Kampagnen anlegen. Wie bei SEO-Maßnahmen auch, sollte der Anzeigenschaltung eine Keywordanalyse vorausgehen, um die Relevanz der Suchbegriffe festzustellen. Jede Anzeige sollte sich auf ein Keyword oder eine Keyword-Kombination konzentrieren. In Textanzeigen stehen eine Überschrift (~25 Zeichen) und ein Feld mit zwei Zeilen (~70 Zeichen) zur Verfügung, um den Nutzer bzw. Interessenten zu überzeugen und zum Klicken zu bewegen.

Die Herausforderung ist also, möglichst knapp, präzise und trotzdem attraktiv die eigene Leistung / oder das Produkt auf wenig Platz zu bewerben. Das Keyword sollte sowohl in der Überschrift als auch im Fließtext hervorgehoben werden z. B. durch die Position im Satz / Text.

Sogar einzelne Satzzeichen können den Erfolg einer AdWords-Anzeige verändern. Der Text sollte daher – egal, wie lang oder kurz er ist – mit Bedacht produziert werden.

Das Gute an Google Adwords-Anzeigen ist, dass man den Erfolg oder Misserfolg in Echtzeit verfolgen und steuern kann. Anders als bei einer Print-Anzeige sind bezahlte Werbemaßnahmen in Google unmittelbar messbar und veränderbar. Sollte nach einer gewissen Zeit das erwartete Ergebnis nicht eingetreten sein, kann man also die Kampagne stoppen oder inhaltlich verändern.

Tipp: Es ist eine gute Idee, zu ein und demselben Keyword/Keyword-Kombi mehrere Anzeigen zu schalten, die sich in ihrem Inhalt und vielleicht auch in ihrer Tonalität unterscheiden. So kann man nach gewisser Zeit feststellen, welche Anzeige die meisten Klicks generiert. Ähnlich wie bei einem A/B-Test.

Wann erscheint die Anzeige?

Was ist Sea
Veranschaulichung der Platzierung von SEA und SEO.

Bei einer Kampagne in Google AdWords kann man so ziemlich jeden Parameter im Vorfeld festlegen. Neben der Angabe, unter welchen Suchbegriffen die Werbung angezeigt werden soll, kann man auch über eine regionale Eingrenzung sowie die Uhrzeit bzw. den Zeitraum, in dem die Anzeige erscheinen soll, entscheiden. Wahrscheinlich wird besonders an dieser Stelle deutlich, wie umfangreich die Erstellung einer gut geplanten SEA-Kampagne ist. Es bedarf viel Zeit und einer sorgfältigen Analyse, um eine in sich geschlossene Kampagne zu erstellen. Wie bereits erwähnt, hat man immer den Vorteil, dass man gewisse Angaben immer wieder ändern kann, sogar während die Kampagne läuft.

Wie viel kostet Suchmaschinenwerbung?

Die Suchmaschinenwerbung via Google AdWords wird mit dem so genannten „Cost per Click“-Verfahren abgerechnet. Sobald ein User die Anzeige anklickt, wird der zuvor festgelegte Preis (per Click) berechnet. Man hat dabei immer die Kontrolle darüber, wie viel Geld pro Tag bzw. in einem bestimmten Zeitraum höchstens ausgegeben werden soll/darf.

Legt man beispielsweise ein Budget von 300,- € / Monat fest, kann man dieses Geld z. B. auf 30 Tage aufteilen und so genau festlegen, wie viel Budget pro Tag in die Werbemaßnahme maximal investiert werden soll. Nehmen wir 10,-€ / Tag als Beispiel: Wurde die Anzeige an einem Tag so häufig angeklickt, dass die festgelegten 10,-€ aufgebraucht sind, wird die Anzeige für den Rest des Tages nicht mehr angezeigt, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen können.

Wie viel ein Klick kostet, kommt ganz auf das Keyword an, zu dem die Werbeanzeige geschaltet wird. Es gibt beliebte Keywords mit hoher Konkurrenz-Rate – diese sind vergleichsweise teurer. Keywords mit einer niedrigeren durchschnittlichen Such- und Konkurrenz-Rate sind dementsprechend günstiger. Der Preis basiert auf der so genannten CPC-Gebotsoption bzw. CPC-Gebotsstrategie.

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[…] „SEM“ bekannt. Es gliedert sich in die Bereiche Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA). Doch was genau hat es jetzt damit auf sich? Und warum ist Suchmaschinenmarketing für den Erfolg […]

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