Think SMART! Warum und wie konkrete Ziele setzen?

konkrete Ziele setzen mit der SMART-Methode„Ich möchte gesünder leben“, „Ich möchte mehr reisen“ oder „Ich möchte erfolgreich werden“ – die meisten von uns werden scheitern, wenn sie sich solche Ziele setzen. Damit treffe ich eine ziemlich gewagte Aussage, oder? Aber Hand aufs Herz: Es ist bereits Anfang Juni und wer hat all die Vorsätze, die er vor rund 5 Monaten an Silvester in sein Sektglas genuschelt hat, (erfolgreich) umgesetzt? Oder zumindest ernsthaft versucht? Für diejenigen, die ich jetzt eiskalt erwischt habe, habe ich ein paar Tipps zum Thema  „konkrete Ziele setzen und erreichen“ zusammengestellt. Dabei werde ich aber nicht mit Motivations-Floskeln um mich schlagen, sondern eine hilfreiche Methode vorstellen!

Nicht jonglieren, sondern notieren!

Es reicht nicht, sich selbst zu sagen oder zu denken, dass man „etwas machen oder erreichen möchte“. Ein erster wichtiger Schritt ist, seine Ziele und Ideen aufzuschreiben. Denn: Wer in seinem Kopf mit duzenden Gedanken jongliert, wird zwangsweise irgendwann einige der „Jonglier-Bälle“ fallen lassen – es sei denn, man ist ein Ausnahmetalent. Dort liegen sie dann, die tollen Ideen. Sie liegen auf dem Boden und werden vergessen; Oder bewusst liegen gelassen. Damit das nicht passiert, hilft es, die Ideen schwarz auf weiß aufzuschreiben. Wer schreibt, lässt außerdem seine Gedanken los und schafft gleichzeitig Platz für neue. Im zweiten Schritt geht es darum, diese Ideen in Ziele zu formulieren – und zwar so konkret wie möglich.

Konkrete Ziele setzen mit der SMART-Methode

Die SMART-Methode ist im Projektmanagement ein bekanntes Instrument, trotzdem ist sie auch auf persönliche Ziele ganz einfach übertragbar. Das Wort „SMART“ ist eine Abkürzung für fünf Aspekte, die es laut dieser Methode bei einer Zielsetzung zu beachten gilt:

S = spezifisch
M = messbar
A = attraktiv/akzeptiert
R = realistisch
T = terminiert

Was das im konkreten Fall bedeutet, veranschauliche ich anhand eines Beispiels:

  • „Ich möchte finanziell erfolgreich sein!“ – Dieses „Ziel“ entspricht nicht den Kriterien der SMART-Methode und regt auch nicht dazu an, sich konkrete Gedanken darüber zu machen, wie man dieses „Ziel“ erreichen kann.
  • „Ich möchte zusätzlich zu meinem Grundgehalt 7.000 Euro (netto) bis zum 31.12.2016 (bzw. innerhalb von 7 Monaten) verdienen.“ – Dieses Ziel ist SMART, weil…
smart-methode konkrete ziele setzen
Wenn schon Ziele, dann auch SMART!

… es spezifisch, bzw. konkret, formuliert ist: „Zusätzlich zum Grundgehalt 7.000 Euro (netto) bis zum 31.12.2016 verdienen“. Außerdem ist dieses Ziel messbar, denn die Zahlen fungieren als klare Größen, anhand derer man später objektiv beurteilen kann, ob ein Ziel erreicht wurde oder eben nicht. In diesem Fall kann man sich sogar an monatlichen Messbarkeitskriterien orientieren: Um das Endziel (7.000 Euro) innerhalb der gesetzten Frist zu erreichen, muss man monatlich durchschnittlich 1.000 Euro (netto) zusätzlich verdienen. Laut SMART-Methode muss ein Ziel von allen Beteiligten akzeptiert und als attraktiv empfunden werden bzw. Identifikation schaffen – dieses Kriterium unterliegt einer subjektiven Bewertung. Attraktiv bedeutet auch, dass das Ziel nicht negativ formuliert ist: Wörter wie „kein“, „nicht“ oder „nie“ sind ein No-go für Zielsetzungen. Darüber hinaus muss ein Ziel immer realistisch sein. Wer im Regelfall durchschnittlich 2.500 Euro (netto) verdient und sich von heute auf morgen einen monatlich zusätzlichen Verdienst von 100.000 Euro zum Ziel setzt, handelt utopisch. Bei diesem Kriterium ist realistisches Einschätzungs- und Kalkulationsvermögen gefragt. Letztlich muss ein konkretes Ziel laut SMART-Methode terminiert sein. Bei meinem Beispiel ist der 31.12.16 (bzw. der Zeitraum von 7 Monaten) die Terminvorgabe, bis wann das Ziel erreicht sein muss.

Hinweis: Dies ist lediglich ein Beispiel mit fiktiven Zahlen. Jeder muss für sich individuell entscheiden, was für ihn finanzieller Erfolg in Zahlen bedeutet. Natürlich ist die SMART-Methode auf die verschiedensten Bereiche übertragbar. Zum Beispiel: Anstatt „Ich möchte abnehmen“ → „Ich möchte 5 Kilogramm bis zum 31.10.2016 abnehmen“.

Konkrete Ziele motiviert über längeren Zeitraum verfolgen – aber wie?

Die meisten werden das kennen: Anfangs ist man hochmotiviert und euphorisch. Doch irgendwann geht die Ausdauer flöten, man lässt gewisse Dinge schleifen und dann realisiert man, dass man seine Vorsätze wieder nicht durchgezogen hat. Das liegt meistens daran, dass man sich – selbst wenn man sich konkrete Ziele gesetzt hat – mit dem „Wie“ nicht genug auseinandersetzt. Das „Wie“ besteht im Prinzip aus Teilzielen, die erreicht werden müssen, um dem „Hauptziel“ immer näher zu kommen. Ich gebe zwei Tipps, wie man diese Teilziele motiviert über einen längeren Zeitraum verfolgen kann:

Tipp 1

Mit dem Passion Planner konkrete Ziele setzen
Ein großes Ziel kann nur mit vielen „Teilzielen“ erreicht werden. Diese gilt es, in einer Mindmap aufzuschreiben, zu terminieren und nach Priorität zu ordnen.

Ein guter Tipp, um langfristig motiviert zu bleiben, ist eine Mindmap. Dazu schreibt man sein konkretes Ziel in die Mitte eines weißen Blattes auf. Drumherum notiert man dann die einzelnen Schritte, die notwendig sind, um das Ziel zu erreichen. Auch für die Teilziele sind zeitliche Fristen wichtig! Besonders effektiv ist diese Methode, wenn man die Teilziele nach Priorität ordnet. Am besten hängt man sich diese Mindmap neben dem Schreibtisch an die Wand oder positioniert sie irgendwo, wo man sie ständig vor Augen hat. So kann man die Mindmap auch immer wieder erweitern, wenn neue Ideen entstehen. Ausschlaggebend ist auch, sich kleine Ziele zu setzen, um in regelmäßigen Abständen Erfolgserlebnisse zu spüren. Das spornt an und man lernt, dass kleine Schritte viel effektiver sind als unkoordinierte Sprünge.

Tipp 2

Mein zweiter Tipp ist, sich eine Tabelle anzulegen, in der man übersichtlich Ergebnisse festhält. Das kann in Form einer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Dokumentation erfolgen. Dies hängt von dem individuellen Ziel und dem Zeitraum ab, den man sich gesetzt hat. Diese Maßnahme klingt zunächst aufwendig – letztlich hat sie aber nur etwas mit Disziplin und auch Routine zu tun. Und wer einmal den positiven Effekt einer Ergebnis-Dokumentation spürt, wird diese Maßnahme irgendwann ganz automatisch in seinen Alltag integrieren und vor allem Freude daran haben!

Mein persönlicher Motivations“Coach“: der Passion Planner

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Mit dem „Passion Planner“ konkrete Ziele setzen und erreichen.

Bei der Dokumentation meiner Ergebnisse und Fortschritte hilft mir mein „Passion Planner„, der mich durch jede Woche begleitet und meine Produktivität ankurbelt. Im Grunde ist er wie jeder übliche Terminplaner* aufgebaut: Er schafft Platz, täglich konkrete Ziele und Termine zu notieren und so den Alltag zu strukturieren. Doch natürlich hat der „Passion Planner“ noch mehr zu bieten – sonst würde ich ihn nicht vorstellen. Für jeden Tag gibt es ein Feld, um eine Aufgabe einzutragen, die für diesen Tag Priorität hat. Ebenso verhält es sich mit der Wochenübersicht: Hier gibt es ein Feld für das priorisierte berufliche und ein Feld für das priorisierte private Ziel. Darüber hinaus gibt es viel Platz für Notizen, Mindmaps und Felder, die einen dazu animieren, schöne Erfahrungen und Veränderungen aufzuschreiben. Außerdem beinhaltet der „Passion Planner“ übersichtliche Seiten, die monatliche Reflektionen ermöglichen. Vorgegebene Fragen leiten durch den Planer und regen die Motivation jeden Tag aufs Neue an. Besonders schön finde ich die Liebe zum Detail. Auf jeder Seite gibt es einen Motivationsspruch und/oder eine Aufgabe zu entdecken, die mich an meine Träume und Ziele erinnern.

Konkrete Ziele mit langfristiger Motivation verfolgen
Ready, set, go!

Und genau darum geht es: Man sollte sich seine Träume immer wieder vor Augen führen, sich täglich damit konfrontieren und jeden Schritt, den man auf sein Ziel zugeht, reflektieren.

Wie ich daran arbeite, fasse ich nochmal in wenigen Stichpunkten zusammen: Gedanken aufschreiben, konkrete Ziele setzen (mit der SMART-Methode), eine Mindmap anlegen, tägliche/wöchentliche Teilziele fokussieren und Fortschritte im „Passion Planner“ dokumentieren.

 

Wer hat weitere Tipps zum Thema
„Konkrete Ziele setzen und erreichen“ auf Lager?
Über Kommentare freue ich mich!

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1 Kommentar auf "Think SMART! Warum und wie konkrete Ziele setzen?"

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[…] oft habe ich mit Mindmaps versucht, meine Ziele langfristig zu verfolgen?! Selbst die SMART-Methode, über die ich vor 2 Jahren geschrieben habe, griff bisher nicht 100%ig. Ausformulierte Visionen in […]