Pro-Aktivität: Glücklich zu sein, ist eine Entscheidung

Einflüsse von außen haben eine gewaltige Wirkung auf mein Verhalten und meine Laune. Seien es Klamotten aus einem Online-Shop, die mir nicht passen, oder das Essen in einem Restaurant, wenn das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt. Von der einen auf die nächste Sekunde kann meine Laune vom Dachboden in den Keller fallen. Damit stresse ich mich nicht nur selbst wahnsinnig, sondern auch die Menschen in meinem nahen Umfeld. Und das sind nur banale Beispiele, die von Kurzfristigkeit geprägt sind.

Ich bin kein (!) Experte

Doch bei solchen Kleinigkeiten fängt es schon an. Und weil ich das ändern will, beschäftige ich mich seit Anfang Dezember 2017 extrem mit dem Thema Pro-Aktivität. Schon nach kurzer Zeit habe ich eine Veränderung gespürt. Ich verhalte und entscheide mich viel bewusster! Was Pro-Aktivität ist, erkläre ich gleich. Erst mal geht es mir darum, jedem, der auf diesen Beitrag stößt, klar zu machen, dass ich kein Experte bin! Ich bin kein Persönlichkeitscoach, kein studierter Philosoph und auch kein Besserwisser. Ich möchte einfach nur jeden meiner Schritte in Zukunft nachvollziehen können. Deswegen schreibe ich über meine Erfahrungen mit Pro-Aktivität und über Maßnahmen, mit denen ich an meiner Persönlichkeit arbeite. Und wer Bock hat, mich dabei zu begleiten und selbst an sich zu arbeiten, darf gerne weiterlesen! 🙂

Was bedeutet Pro-Aktivität?

Kurz angerissen: Pro-aktive Menschen sind sich bewusst, dass sich ihr Verhalten von den eigenen Entscheidungen ableitet, und nicht von gegebenen Bedingungen. Sie erkennen ihre Freiheit zu wählen – also dass sie ihre Reaktion auf bestimmte Reize bewusst steuern können. Sie erhalten ihren Antrieb aus ihren Werten. Das Gegenteil von Pro-Aktivität ist Reaktivität. Zur kurzen Erklärung: Reaktive Menschen lassen sich von Gefühlen, Umständen oder ihrer Umwelt leiten. Das kann beispielsweise Regen auf einer Gartenparty, das „nervige“ Verhalten des Büro-Kollegen oder sogar die Schmerzen bei der Periode sein. All dies sind laut dem pro-aktiven Modell keine Gründe für (z. B.) schlechte Laune. Es kommt darauf an, wie man reagiert und mit den Umständen umgeht. Das Modell der Pro-Aktivität wurde von Victor E. Frankl ins Leben gerufen.

Ich kann wählen, unglücklich zu sein

Oder ich entscheide mich einfach dafür, glücklich zu sein – in konkreten Situationen und auch generell. Jeder hat die Macht, selbst zu entscheiden, in welchem Zustand er sich befindet. Um herauszufinden, in welchem Zustand ich mich selbst befand, stellte ich mir folgende Fragen:

  • Sind meine Entscheidungen oft von anderen Menschen beeinflusst?
  • Fällt es mir in bestimmten Situationen schwer, die Kontrolle über meine Gefühle zu behalten?
  • Hänge ich Fehlern bzw. den Konsequenzen „falscher“ Entscheidungen lange nach?

Da ich mindestens eine der Fragen mit „Ja“ beantworten konnte, entschied ich: Daran will ich arbeiten. Und ich will einen Weg finden, pro-aktiv und prinzipienorientiert zu leben. Deswegen habe ich mit meiner 30-Tage-Challenge angefangen.

Wie bin ich dazu gekommen?

Mehr oder weniger durch Zufall. Mein Bruder hat mit das Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum Geburtstag geschenkt. Er wusste, dass mich das Thema Persönlichkeitsentwicklung interessiert. Doch durch dieses Buch bin ich fast schon süchtig danach geworden! Es ist heftig zu spüren, wie stark sich Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen ändern, wenn man bewusst darauf achtet, wie man handelt und warum man so handelt. Besonders als ich meine 30-Tage-Challenge angefangen hatte, habe ich die Veränderungen extrem gespürt. Interessierst du dich für die Challenge? Ich schreibe einen separaten Blog-Text dazu. 🙂

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