Pro-Aktivität 30-Tage-Challenge – Vorgehen & Fazit

Ich nerve mich oft selbst damit, wenn ich mich von äußeren Umständen negativ beeinflussen lasse. Von jetzt auf gleich kann meine Laune in den Keller fallen – und das oft aus banalen Gründen (z. B. wenn ich mich auf mein Essen freue, dann aber das falsche Gericht geliefert wird). Worin ich auch eine Meisterin bin: mir selbst völligen Quatsch einzureden, der mein Selbstwertgefühl mindert. Das Gute ist, dass ich selbst schnell merke, wenn es wieder so weit ist, dass ich meine Laune von unkontrollierbaren Umständen beeinflussen lasse. Erkennst du dich wieder? Um daran zu arbeiten, in solchen Momenten das Ruder rumzureißen, habe ich am 01.12.17 eine 30-Tage-Challenge in Pro-Aktivität begonnen.

Wenn du nicht weißt, was genau Pro-Aktivität bedeutet, dann schau dir meinen anderen Blog-Text dazu an.

Grund und Ziel meiner Pro-Aktivität-Challenge

Der Grund meiner 30-Tage-Challenge in Pro-Aktivität war zum einen, mich herauszufordern, meine Reaktionen auf unbequeme bzw. generelle Reize zu kontrollieren und in neutrale oder sogar positive Gefühle umzuleiten. Zum anderen war ein Beweggrund, danach zu streben, durch diese Kontrolle bzw. Entscheidungskraft insgesamt glücklicher zu sein.

Mein Ziel war und ist es, weniger gestresst zu sein und dadurch nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben der Menschen in meinem Umfeld zu entspannen. Denn häufig leiden die Menschen aus dem nahen Umfeld unter egoistischen Launen-Schwankungen mehr als man denkt.

Vorab eine Feststellung: Akzeptanz und Wahl

Pro-Aktivität 30-Tage-Challenge
Glücklich zu sein, ist eine Entscheidung!

Vor meiner 30-Tage-Challenge habe ich es einfach akzeptiert, dass mich gewisse Dinge schnell auf die Palme gebracht haben. Konkret gesagt: Ich habe meine negativen Gefühle akzeptiert und mir selbst eingeredet, dass ich daran eh nichts ändern kann. Seit ich denken kann, wurde mir gesagt, dass Gefühle grundsätzlich einfach entstehen und man keinen Einfluss auf sie hat. Jetzt weiß ich: Das ist Bullshit! Und das weiß ich, weil ich mir mit der Challenge selbst bewiesen habe, dass man in vielen Momenten sehr wohl Einfluss hat.

Wer sagt, er KANN nicht anders reagieren, der WILL nur nicht anders reagieren. Denn, ja, wir haben immer eine Wahl.

 

Vorgehen der Pro-Aktivität-Challenge

Wie bin ich also bei der Pro-Aktivität-Challenge vorgegangen? Es ist eigentlich kein Hexenwerk. Im Prinzip habe ich meine Sinne für typische Situationen geschärft, in denen ich die Kontrolle über meine Gefühle/Reaktionen oft verliere. Meistens spürt man ja schnell, wann sich so eine Situation anbahnt. In solchen Momenten kommt es darauf an, sich folgenden Satz ins Bewusstsein zu rufen: „Ich entscheide selbst, wie ich auf den Reiz reagiere!“ Und dann geht es darum, sich bewusst damit auseinanderzusetzen, ob der Reiz es Wert ist, dass man sich aufregt und negative Gefühle zulässt.

  • Ist etwas passiert, das du eh nicht mehr ändern kannst? → Dann akzeptiere es und lass die Sache ruhen.
  • Bist du mitten in einer Situation, auf die du noch Einfluss hast? → Dann wäge ab, mit welcher Reaktion es DIR am besten geht. Das schließt negative Emotionen direkt aus. 😉
  • Ist eine konkrete, kritische Situation noch nicht eingetreten, aber bahnt sich bereits an? → Dann atme tief ein und bereite dich innerlich darauf vor. Mach dir selbst bereits im Vorfeld klar, wie du reagieren wirst und steuere deine Gedanken.

Wenn du dich noch intensiver mit dem Thema Pro-Aktivität auseinandersetzen möchtest, dann empfehle ich dir unbedingt, das Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ zu lesen! Mich hat dieses Buch verändert und seitdem hinterfrage und ändere ich viele meiner Gewohnheiten.

Mein Fazit zur 30-Tage-Challenge

Es ist nicht leicht. Aber es wird einfacher! Natürlich habe ich nicht jederzeit an das Prinzip der Pro-Aktivität gedacht und zu 100 Prozent danach gehandelt. Gewisse Verhaltensweisen verankern sich nunmal über viele Jahre hinweg. Dementsprechend bedarf es Zeit, diese langfristig und nachhaltig zu verändern. Aber ich habe festgestellt: Sobald es eine Situation gab, in der meine Laune zu kippen drohte, habe ich sofort an die Pro-Aktivität gedacht. Dadurch konnte ich wirklich ganz oft mein Verhalten umlenken. Auch wenn das manchmal anstrengend war und einen Kampf der Gefühle und Gedanken bedeutete. Trotzdem ist alleine diese Tatsache ein riesiges Erfolgserlebnis für mich. Und ich freue mich darauf, das Prinzip der Pro-Aktivität nun über die Challenge hinaus zu verankern.

Update

Ich habe für mich herausgefunden, wie ich Situationen noch umlenken kann, in denen ich mir bewusst bin, dass ich die Kontrolle über meine Reaktionen und Gefühle bereits verloren habe. Ich spreche aus, DASS ich mir darüber bewusst bin. Vor allem dann, wenn ich nicht alleine bin, sondern z. B. mit meinem Freund unterwegs bin. Ich sage zum Beispiel „Tut mir leid, dass ich gerade so schlechte Laune habe, aber mir fällt es total schwer, pro-aktiv zu bleiben!“. Sobald ich das Wort „Pro-Aktivität“ ausspreche, macht es schon *klick* und ich spüre, wie sich meine Laune bessert. Probier das mal aus. 🙂

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