„Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ Beth O´Leary | Rezension

Keyfacts

Buch Rezension Love to share Liebe ist die halbe Miete

Titel: Love to share – Liebe ist die halbe Miete
Autorin: Beth O´Leary
Übersetzung: Pauline Kurbasik und Babette Schröder
Genre: Roman
Seitenanzahl: 496
Taschenbuch: 9,99 €
Verlag (der deutschsprachigen Ausgabe): Diana Verlag, München
Deutsche Erstausgabe: 05/2019

-> Hier geht´s zum Buch*

Inhaltszusammenfassung – selbstverfasst

Tiffy, unterbezahlte Lektorin, braucht schnellstmöglich einen neuen Unterschlupf, um bei ihrem Ex auszuziehen. Leon, Hospiz-Krankenpfleger, braucht dringend Geld. So kommt Leon auf die Idee, seine Wohnung unterzuvermieten und inseriert eine Anzeige. Die einzige Bedingung: Die Person darf sich nur zu vereinbarten Zeiten in der Wohnung aufhalten: während Leon arbeitet und am Wochenende. Da Leon nachts und Tiffy tagsüber arbeitet, ist das Match perfekt. Die Lektorin zieht kurzerhand in die Wohnung des Krankenpflegers ein – und zwar ohne diesem je begegnet zu sein, da Leons Freundin Kay die Organisation des Deals übernimmt. Die Absprachen sind eindeutig, die Uhrzeiten festgelegt und die einzige Kommunikation der beiden neuen Mitbewohner läuft über handgeschriebene Post-its. Monate vergehen, ohne dass sie sich begegnen – bis das Leben dazwischen funkt und die Regeln der beiden auf den Kopf stellt.

Meine Meinung (ohne Spoiler)

Woran ich mich auf den ersten Seiten zunächst gewöhnen musste, ist der außergewöhnliche Schreibstil. Die Sätze fangen teilweise sehr „abgehackt“ an, was sich beim Lesen erst mal komisch anfühlt. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber schnell an den Stil gewöhnt, sodass er das Lesevergnügen nicht beeinträchtigte. Und dieses Buch war wirklich ein großartiges Lesevergnügen!

Protagonisten & andere Charaktere

Tiffy, die Protagonistin des Buchs, war mir von Anfang an sympathisch, trotz ihrer mitteilungsbedürftigen Art. Sie ist sehr aufgeweckt und extrovertiert. Das spiegelt sich auch in ihrem Kleidungsstil wider: Sie kombiniert Muster und Farben wild durcheinander – Hauptsache bunt. Und genau so fühlt sich auch Tiffys Leben an: bunt. Sie arbeitet als Lektorin in einem kreativen DIY-Bereich und erlebt so auch außerhalb des Büros abwechslungsreiche Termine.

Während Tiffy sehr aufgedreht ist, zeichnet sich Leon, der zweite Protagonist, eher durch einen ruhigen, in sich gekehrten Charakter aus. Im Gegensatz zu Tiffy braucht er mehr Zeit, um sich einer Person öffnen zu können. Doch wenn er an dem Punkt ist, dann committet er sich aus vollem Herzen. Seine leicht distanzierte, aber gleichzeitig liebevolle Art habe ich von Anfang an gemocht. Beide Protagonisten strahlen auf ihre eigene Weise Sympathie aus und bilden einen tollen Kontrast, der Abwechslung beim Lesen mit sich bringt. Besonders gut gefällt mir, dass die Autorin abwechselnd aus der Perspektive der Protagonisten schreibt. So kann man als Leser*in immer tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt von Tiffy und Leon eintauchen. Und da gibt es wirklich viel zu entdecken. Denn beide tragen kleinere oder größere Päckchen aus der Vergangenheit mit sich herum.

Was ich an dem Buch besonders mag, sind die tiefen Freundschaften, die gleich zu Beginn deutlich werden. Tiffy und ihre besten Freunde, Gerty und Mo, sind knallhart ehrlich und gleichzeitig liebevoll zueinander. Und auch der Umgang zwischen Tiffy und ihrer Freundin/Kollegin Rachel macht Freude beim Lesen. Sie erzählen sich nahezu alles und agieren dabei ein wenig „girlyhaft“ – jedoch ohne sich gegenseitig in eine „Wir haben uns ja ach so lieb“-Watte zu packen. Stattdessen necken sie sich und nehmen kein Blatt vor den Mund.

Handlungsstränge

Die Autorin schafft es zudem sehr geschickt, verschiedene Handlungsstränge harmonisch in die eigentliche Geschichte einfließen zu lassen. Es geht hier nicht um die eine Geschichte, sondern um ein Geflecht an verschiedenen Themen, wodurch das Buch enorm an Authentizität gewinnt. Denn im Leben gibt es nie nur ein Thema, ein Problem oder eine Romanze – das Leben ist von verschiedenen Einflüssen geprägt. Und die*der Leser*in wird in die verschiedenen Konflikte der Protagonisten mitgenommen.

Der Spannungsbogen

Das Buch startet unterhaltsam und erreicht im Hauptteil seinen Höhepunkt. Ich habe zwischenzeitlich so sehr mitgefiebert, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Im letzten Drittel des Buchs nimmt die Spannung ein wenig ab, da meiner Meinung nach gewisse Szenen ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen werden. Dennoch gibt es zum Ende hin noch die eine oder andere Aktion, mit der ich nicht gerechnet hatte, was für Aufschwung sorgt. Für eine Extraportion Gänsehaut und Knistern hätte ich mir gewünscht, dass die angerissenen erotischen Szenen noch ein wenig detaillierter und länger beschrieben wären. Aber das ist Wunschdenken auf hohem Niveau!

Fazit zu:„Love to share – Liebe ist die halbe Miete“

„Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ ist ein unterhaltsamer Liebesroman mit sehr sympathischen Protagonisten. Die Autorin versteht es, genau die richtige Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit zu erzeugen. Wer auf ein wenig Kitsch und modernen Rosamunde-Pilcher-Style steht, wird das Buch lieben. Es ist eine leichte Lektüre, die schnell und anspruchslos zu lesen ist. Daher bietet sie sich vor allem zum Abschalten vorm Schlafengehen an.

-> Hier geht´s zum Buch*


*Affiliate-Link

guest
1 Kommentar
älteste
neuste
Inline Feedbacks
View all comments
trackback

[…] alle Neugierigen geht´s hier zu meiner ausführlichen Buchrezension von„Love to share – Liebe ist die halbe […]