Instagram tötet Motivation: Wie du dir wertvolle Dopamin-Kicks besorgst

Zugegeben: Instagram war im Hinblick auf meinen Business-Account für mich in den letzten Monaten zu einer Hass-Liebe geworden. Inspiration und Vergleich zugleich. Freude und Frust. Und dann habe ich mir ein Video zum Thema „Dopamin“ angeschaut, das mir vor Augen führte, was ich innerlich schon länger spürte. Mein Konsumverhalten auf Instagram war destruktiv für meine Dopamin-Produktion geworden. Vielleicht geht es dir auch so?

Du bist in diesem Artikel genau richtig, wenn…

  • du deine Einstellung zu Instagram (bzw. generell Social Media) hinterfragen möchtest, weil du spürst, dass dich der Konsum manchmal stresst.
  • Instagram (oder andere „Social Media“-Kanäle) bereits starken Einfluss auf dein Glücks- und Motivationsgefühl hat.
  • du ein paar spannende Infos zum Thema „Dopamin“ erfahren möchtest.

Schau dir zunächst das folgende Video an, und dann reden wir weiter. Achtung: Es werden auch Porno-Konsum und ungesundes Essverhalten angesprochen! Hinterfrage deine Gewohnheiten und sei ehrlich zu dir selbst. Außerdem: Mein Blog-Beitrag stützt sich maßgeblich auf das Video, weil ich das Gesagte für meinen individuellen Fall als schlüssig empfinde. Bleib also immer kritisch und informiere dich selbst noch weiter, wenn dich das Thema interessiert. 🙂

Video: Ungesunder Instagram-Konsum kann deine Motivation zerstören

Was ist Dopamin?

Dopamin ist im Volksmund bekannt als „Glückshormon“, obwohl es genau genommen ein Neurotransmitter ist und bereits im Bereich des Motivationsantriebs vermutet wird (Quelle). Dopamin ist im Grunde also nicht nur für die Glücksgefühl-Ausschüttung (Belohnung) als solche zuständig, sondern bereits dafür, dass du motiviert bist und bleibst. Das erreicht Dopamin, indem es Signale zwischen deinen Neuronen weiterleitet und verschiedene Körperreaktionen beeinflusst – wie z. B.:

  • Lebensfreude
  • Mut
  • Reaktionsfähigkeit (auch feinmotorisch)
  • Motivation/Antrieb

Selbsttest: Hast du einen Dopamin-Mangel?

Was passiert nun, wenn dein Körper nicht mehr genug Dopamin produziert? Hier ein paar Beispiele für die Folgen von Dopamin-Mangel:

  • Müdigkeit,
  • Schlafstörungen,
  • Teilnahmslosigkeit,
  • Konzentrationsverlust
  • Motivationslosigkeit

Wenn du dich also oft und über einen langen Zeitraum ausgelaugt, müde und lutslos fühlst, dann schiebe es nicht leichtsinnig auf das Wetter oder die Arbeit. Teste, ob es an einem Dopamin-Mangel liegen könnte. Sprich dazu mit deinem Hausarzt oder beantworte dir fürs Erste folgende Fragen:

  • Bist du häufig energielos (physisch sowie psychisch)?
  • Fällt es dir oft schwer, dich zu konzentrieren und zu fokussieren?
  • Hast du das Gefühl, dass du deine Motivation am Tiefpunkt ist?
  • Musst du dich oft zu (körperlichen) Aktivitäten überwinden, weil du keine große Lust hast?

Wenn du einen Großteil der Fragen mit „Ja“ beantwortest, dann könnte es sein, dass dein Körper zu wenig Dopamin bildet. An dieser Stelle möchte ich eines sicherstellen: Ich bin kein Arzt! Verlass dich also nicht auf die Beantwortung dieser Fragen, sondern lass dich auf jeden Fall fachlich untersuchen!

Was kann zu Dopamin-Mangel führen?

Wie in dem Video erklärt, gibt es natürlich verschiedene Faktoren, die zu einer Senkung deines Dopamin-Spiegels führen können. In diesem Artikel lege ich den Fokus auf den „Social Media“- bzw. Instagram-Konsum.

Dopamin und InstagramZu viel und unkontrollierter „Social Media“-Konsum kann deinen natürlichen Dopamin-Spiegel über einen längeren Zeitraum senken. Denn: Ein schneller Dopamin-Kick ist nur ein Klick weit entfernt. Ein Post ist schnell online. Und promt kommt die „Wertschätzung“ in Form von Likes und Kommentaren. Dein Dopamin-Spiegel steigt kurzfristig schnell an und du empfindest Glück für einen Augenblick. Das ist jedoch eine leere Belohnung ohne Nachhaltigkeit. Denn unser Gehirn wird in der virtuellen Welt andauernd kurzfristig stimuliert und muss sich in dieser Umgebung nicht anstrengen, etwas Bedeutsames, das Durchhaltevermögen erfordert, zu schaffen.

Vergleich mit Schokoladen-Konsum: Wenn du deinen Heißhunger mit Schokolade stillst, empfindest du für einen Augenblick Befriedigung und Glück. Dein Blutzucker-Spiegel steigt enorm schnell an, flacht aber genauso schnell wieder ab. Das Glücksgefühl ist also nur von kurzer Dauer und bringt keinen nachhaltigen Mehrwert mit sich. Im Gegenteil. Wenn es dir so wie mir geht, plagt dich kurz nach dem Verzehr vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen. Dann steht dem kurzen Glücksgefühl ein stundenlanges negatives Gefühl gegenüber.

Fühl in dich hinein. Sei dabei ganz ehrlich zu dir. Scrollst du häufig nahezu apathisch durch die Instagram-App? Erwischt du dich manchmal dabei, mehrmals täglich die Insta-App zu öffnen, ohne bewusst darüber nachzudenken? Oder schwankst du im Hinblick auf Instagram sogar zwischen einem Spaß- und Frustgefühl? DANN AUGEN AUF! Mach Schluss damit und lass Dopamin stattdessen wieder FÜR dich arbeiten.

Wie du Instagram machtlos machst, deinen Dopamin-Spiegel zu senken

Nachdem ich mir dieses Video angeschaut habe, habe ich meine Einstellung zu Instagram hinterfragt und auf den Kopf gestellt. Ich mag die App nach wie vor, da mich die Inhalte einiger Accounts inspirieren und anspornen. Sonst wäre ich dort nicht mehr angemeldet. 😉 Ich bewerte sie jetzt einfach anders. Natürlich freue ich mich nach wie vor über Interaktion – vor allem, wenn dadurch tolle Kontakte zustande kommen. Jedoch bin ich mir darüber bewusst, dass die Instagram-Welt nicht DER Ort ist, an dem ich mich bewegen sollte, um Dopamin auszuschütten.

7 Tipps, die mir geholfen haben

Folgende Tipps können dir helfen, dich von Instagram emotional zu distanzieren und der App so die Macht zu nehmen, deine Dopamin-Ausschüttung zu beherrschen:

  • 2 x konzentriert das oben verlinkte Video anschauen und das eigene Verhalten reflektieren. (Mein Interesse an Instagram war für ca. zwei Wochen nahezu auf 0 gefallen.)
  • Die Zeit für den täglichen Instagram-Konsum kontrollieren und bewusst beschränken. Bei iOS kannst du z. B. ein tägliches Zeitlimit einstellen: https://support.apple.com/de-de/HT208982
  • Die Instagram-App frühestens nach dem Frühstück erstmals öffnen.
  • Belohnung/Glücksgefühl im ECHTEN Leben beschaffen, z. B. durch …
    • tägliches Lesen/Weiterbilden,
    • etwas Neues lernen (ein Instrument, eine Sprache,…).
  • Regelmäßiger SPORT (3 – 5 x in der Woche).
  • Dankbarkeitstagebuch führen.

Falls du es richtig durchziehen möchtest:

  • Lösche die Instagram-App von deinem Smartphone (oder richte die o. g. Sperre ein, sodass du ab einem gewissen Zeitpunkt gar KEINE CHANCE mehr hast, die App zu öffnen)

Fazit: Besorge dir den Dopamin-Kick in der realen Welt

Dopamin ist dazu bestimmt, uns anzutreiben, unsere Ziele zu erreichen und so in den Genuss eines Erfolgsgefühls zu kommen. Instagram (bzw. Social Media generell) ist dafür nicht erstrebenswert. Werde dir klar darüber, welche genialen Möglichkeiten in der realen Welt auf dich warten. Gibt es ein Instrument, das du schon immer mal lernen wolltest? Oder eine Sprache? Hast du eine Idee zu einem Online-Business, aber dir fehlte bisher Mut oder die MOTIVATION, um es ernsthaft anzugehen? MACH ES! Du wirst schnell den Unterschied im Glücksgefühl wahrnehmen, wenn es nicht aus einem Instagram-Post resultiert, sondern aus einer Leistung, die Durchhaltevermögen erforderte.

Um Dopamin auszuschütten und ein wertvolles Belohnungsgefühl zu erhalten, sollten wir den Blick vom Display erheben und ihn stattdessen in die reale Welt richten! JETZT!

Wenn du detailliertere Infos zum Thema „Dopamin“ erfahren möchtest, dann lies dir diesen Artikel durch.

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar