#3 Podcast Recherche & Inspiration für multi-passionate Business


Heute ist schon der dritte Tag meiner zwei Experimente „Audio-Tagebuch“ und „Instagram Pause“ – noch immer keine Entzugserscheinungen. Im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass ich viel präsenter bin, seit ich mich von Instagram getrennt habe. Präsenter bei mir und bei den Menschen, mit denen ich interagiere. Das wurde mir beispielsweise bei einem Treffen heute Mittag stark bewusst.

Deep statt Small Talk

Ich war heute zum Essen eingeladen. Ein echtes Highlight, da meine soziale Interaktion „im echten Leben“ seit Ausbruch der Corona-Pandemie tatsächlich sehr reduziert ist. Zugegeben: Dass ich mich nur selten mit Menschen verabrede, ist bewusst gesteuert und nicht auf die Pandemie zu schieben. Das ist aber ein anderes Thema für eine separate Tagebuch-Aufnahme.
Zu meiner Freude drehten sich die heutigen Gespräche jedenfalls überwiegend um meine Lieblingsthemen: Selbstreflexion, Intuition und Psychologie. Es macht für meine Konzentration und Aufmerksamkeit einen enormen Unterschied, ob es sich um Small oder Deep Talk handelt, wenn ich mich mit anderen unterhalte.

Meine Energie während und nach sozialer Interaktion

So energievoll ich während des Treffens war, so energielos war ich danach. Ich stelle es jedes Mal aufs Neue fest, dass ich mich nach intensiven Gesprächen oder auch sozialen Tätigkeiten (Partys, Konferenzen, Meet-Ups…) erst mal zurückziehen muss und Ruhe brauche. Denn es fühlt sich einerseits so an, als wäre mir jegliche Energie entzogen worden. Und andererseits als würde ich sämtliche Energien der Menschen, mit denen ich mich umgeben habe, aufgenommen und eingespeichert haben. Es klingt vielleicht verrückt, aber das ist anstrengend! Vielleicht habe ich genau deswegen zuhause erst mal direkt ein kleines Workout gemacht, um einfach mal alles abzuschütteln. Dafür reichte die Energie jedenfalls noch. Tatsächlich wurde dadurch sogar wieder neue Energie freigesetzt. Womit ich ein anderes Thema anspreche, dass mich unglaublich interessiert und fasziniert: Bewegung und Embodiment.

Spaß entdeckt, ins Mirko zu sprechen – spontane Podcast Recherche

Statt die ersten Stunden meines Sonntagmorgens mit einem Kaffee und Instagram zu verbringen, verbrachte ich ihn mit einem Kaffee und Podcast-Recherchen. Obwohl ich dieses Tagebuch-Experiment erst seit drei Tagen durchführe, habe ich jetzt schon Spaß daran entwickelt, in ein Mikro zu sprechen. (Es fühlt sich auch längst nicht mehr so komisch an, wie am ersten Tag.) So folgte ich heute Früh meinem Impuls und informierte mich über Podcasting. Dabei stolperte ich über die Webseite einer Frau meines Alters, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigt wie ich. Und ich hörte mir tatsächlich eine ihrer Podcast-Folgen an. PREMIERE! Bisher hab ich es höchstens dreimal durchgehalten, mir eine Podcast-Folge komplett anzuhören. Warum ist das so? Weil mir der visuelle Reiz fehlt, um die gesagten Informationen effizient aufzunehmen. Sobald ich rein auditiv beschallt werde, schweifen meine Gedanken schnell ab. Die Podcastfolge heute Morgen catchte mich jedoch bereits mit dem Begriff „Tarot“ in ihrer Headline. Dass die Folge zu einer wahren Inspiration für mich wird, hatte ich anfangs jedoch nicht vermutet.

DIE EINE SACHE vs. multi-passionate Business

In der Folge interviewte die Podcasterin eine andere junge Frau, die gerade ihr Buch über Tarot-Deutungen herausgebracht hatte. Dabei sprachen sie auch über ihren beruflichen Werdegang. Parallel öffnete ich ihre Webseite und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn sie macht genau das, was bei mir schon seit Monaten Fragezeichen im Kopf hervorruft: Sie kombiniert viele verschiedene Interessensgebiete zu einem harmonischen Ganzen – und zwar erfolgreich! Ich erinnerte mich in dem Moment sofort an die ganzen Posts und Blogartikel, in denen vehement kommuniziert wird, ich müsse mich auf DIE EINE SACHE festlegen, wenn ich beruflich erfolgreich sein möchte. Und ich besten Fall ist DIESE EINE SACHE auch noch meine Leidenschaft, für die ich brenne! PUH! Eine Behauptung, die mich tatsächlich schon seit Langem unter Druck setzt, weil ich innerlich am liebsten verschiedene Dinge vereinen möchte.

Ich habe bereits herausgefunden, dass all meine Interessen im Kern dieselben Schnittstellen haben: Selbstreflexion, Intuition und Selbstvertrauen. Doch ich habe es bisher noch nicht geschafft, diese Dinge stimmig zusammenzupuzzeln. Das löst schon seit Monaten das reinste Tohuwabohu in einem Kopf aus. Denn es fühlt sich unvollständig an, mich nur auf ein Thema zu fixieren – zum Beispiel auf die Aufklärung über meine Ohrenkrankheit.

Interessen vereinen und trotzdem erfolgreich

Und nun stolpere ich durch Zufall über eine Webseite, die mir zeigt, dass es tatsächlich geht, mehrere Interessen erfolgreich zu vereinen! Die Frau aus dem Podcast-Interview positioniert sich beispielsweise in den Themen Feminismus, Körperakzeptanz, intuitives Essen, Tarot, Persönlichkeitsentwicklung, Menstruationszyklus UND auch Yoga. Ich bin mir ziemlich sicher: Würde ich damit zu einem Coach gehen und sagen, ich wolle mich in all diesen Bereichen positionieren, würden mir die meisten einen Vogel zeigen. Denn auf den ersten Blick verlangt doch jeder einzelne dieser Bereiche den vollen Fokus, wenn man erfolgreich werden möchte – zumindest wenn man auf die Meinungen zahlreicher Social-Media-Posts hört.

Instagram Pause = Chance, andere Wege auszuprobieren

Und genau hier schließt sich der Kreis meiner aktuellen Erkenntnis. Ich habe Abstand von Social-Media genommen und prompt stoße ich auf ein Gegenbeispiel, das mir beweist: Es geht auch anders! Vielleicht habe ich mich über eine zu lange Zeit hinweg zu sehr davon beeinflussen lassen, was andere für richtig halten. Und vielleicht bietet mit das Experiment der Instagram Pause nun die Chance, einfach mal selbst auszuprobieren, was für mich funktioniert und was nicht. Denn ich bin mir sicher, dass es super individuell ist. Während der eine mit einem klaren Fokus erfolgreicher wird, kann sich der andere erst völlig entfalten, wenn er mehrere seiner Interessen vereint.

Ich hab noch keine Ahnung, wie sich nun alles weiterentwickelt. Das ist auch okay. Es tut schon gut, dass ich heute einen neuen Impuls erhalten habe, der irgendwas in mir ausgelöst hat. Was genau, wird sich noch zeigen. Ich lasse die Eindrücke des heutigen Tages erstmal sacken und habe weiterhin das Vertrauen, dass ich die richtigen Schritte gehe, wenn ich auf mein Bauchgefühl höre.

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