#1 Instagram Pause für 4 Wochen – mein Experiment für mehr Glück & Erfolg


Ich fühle mich innerlich gelähmt, antriebslos und ständig müde. Seit Monaten schon. Nahezu jeden Tag. Was mir aber noch viel mehr zu schaffen macht, ist mein ausbleibender Flow, um mein Business voranzutreiben. Natürlich hinterfragte ich in den letzten Monaten ständig, woran das liegen könnte. Vielleicht daran, dass ich nicht das mache, was mich wirklich erfüllt – dachte ich zuletzt. Befriedigend war die Antwort nicht. Denn an seltenen Tagen, an denen ich produktiv bin, fühle ich mich glücklich und erfüllt mit meinen Tätigkeiten. Gestern Abend kam mir wie aus dem Nichts ein ganz anderer Gedanke. Ein plausibler Gedanke mit einer möglichen Erklärung für meine inneren Lähmungserscheinungen:

Vielleicht ist mein Dopamin vollkommen aufgebraucht!
Vielleicht brauche ich eine Instagram Pause und zwar in Form eines kalten Entzugs!

Ständig müde und lustlos? Dopamin-Mangel durch Instagram!

Im Mai 2019 schrieb ich schon mal über die Auswirkungen von Social-Media-Konsum auf unsere Dopamin-Produktion. Damals hatte mich das Thema schon interessiert. Doch scheinbar war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so tief in die Social-Media-Sucht gerutscht wie heute. Ich hatte immer mal Phasen, in denen ich Instagram mehr oder weniger konsumierte. Seit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 nahm mein Instagram-Konsum sehr schnell jedoch ein erschreckendes Ausmaß an – ohne, dass ich mir dessen bewusst war. Ich verbrachte im Laufe der Zeit bestimmt den halben Tag auf dieser Plattform.

Immerhin habe ich zumindest bis heute die Disziplin aufrechterhalten, mein Handy und meinen Laptop erst nach meiner geliebten Morgenroutine in die Hand zu nehmen. Doch kurz darauf verbrachte ich bis heute bereits die ersten 1,5 Stunden meines Tages damit, mir bei einem Kaffee und 1,5 Litern Tee reinzuziehen, was mir die Welt auf Instagram zu erzählen hat. Du ahnst es schon: nichts Weltveränderndes.

Mehrwert vs. Bullshit-Content auf Instagram

Trotzdem zog ich mir den Shit jeden Morgen aufs Neue rein. Neben den obligatorischen Food-Bildern und „Guten Morgen ihr Liiiieben“-Blabla-Storys war mein Feed in den letzten Wochen zunehmend gefüllt von Beiträgen rund um Themen wie Money-Mindset, intuitiver Business-Aufbau und spirituelles Erwachen. Klar, Instagram zeigt mir das, was ich scheinbar sehen will. In gewissem Maß haben wir die Kontrolle darüber, unseren Instagram-Feed so zu gestalten, dass uns Dinge angezeigt werden, die uns interessieren. Zum Beispiel kann jeder selbst entscheiden, welchen Profilen er folgt und welchen nicht. Und bitte versteh mich nicht falsch: Auf Instagram gibt es natürlich auch viel wertvollen Content, wenn man ihn findet und gezielt filtert. In meinem Konsum-Fall hielten sich wirklicher Mehrwert und nichtssagender Bullshit-Content jedoch schon lange nicht mehr die Waage. Ich zog es mir trotzdem rein. Weil ich für andere Dinge zu gelähmt und ausgelaugt war.

Der Teufelskreis nahm seinen Lauf

Und Instagram ist nun mal ein echter Fuchs und triggert gezielt unser Konsumverhalten. Mich triggerte Instagram scheinbar mittlerweile so stark, dass ich täglich für peinlich viele Stunden in diese Fake-Welt flüchtete. Vermutlich weil ich in meiner eigenen, realen Welt nicht mehr genug Dopamin-Kicks erfuhr. Darunter litten natürlich meine Kreativität und mein Antrieb, etwas Eigenes zu erschaffen. Sobald ich mich so gelähmt fühlte und eh nicht vorankam, verlor ich mich jedes Mal in der Instagram-Welt und konsumierte – passiv. Dieses Verhalten förderte lediglich meine Antriebslosigkeit, ohne dass ich es merkte. Der Teufelskreis war perfekt.

Vergleiche über Instagram gefährden mein Selbstwertgefühl

Obendrein passierte noch etwas anderes. Etwas, dessen Auswirkungen vor allem jene Menschen gefährdet, die ein angeknackstes Selbstvertrauen haben. Ich verglich mich! Ich verglich mich mit all den scheinbar erfolgreichen, glücklichen, produktiven, gut gelaunten, hübschen Menschen, die jeden Tag ihr Gesicht in die Kamera halten. Auch wenn mir schon lange klar war, dass ich nur Ausschnitte, sogenannte Show-Reels, dieser Menschen sehe, so glaube ich dennoch, dass sich unser Unterbewusstsein davon negativ beeinflussen lässt. Oder anders formuliert: Jede weitere Alles-ist-ja-so-perfekt-Instagram-Story nährte meine limitierenden Glaubenssätze.

Glaubenssätze wie zum Beispiel:

  • Ich bin nicht so erfolgreich wie andere.
  • Ich bin nicht so schön wie andere.
  • Ich habe nicht so eine schicke Wohnung wie andere.
  • Ich bin nicht so produktiv wie andere.
  • Ich habe kein funktionierendes Online-Business wie andere.
  • Ich verdiene keine 10.000 € im Monat wie andere.

Die Liste ließe sich noch weiterführen. Doch ich schätze, du hast auch so schon ein Gefühl dafür, welche Art von Glaubenssätzen ich meine. Bullshit-Glaubenssätze genährt von Selbstzweifeln. Selbstzweifel die immer größer werden, je mehr wir zulassen, uns mit irgendwelchen Instagram-Profilen zu vergleichen, die nun mal nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Lebens zeigen.

4-wöchige Instagram Pause – der harte Cut

Gestern Abend fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich bin mir sicher, die Antwort gefunden zu haben, warum ich mich täglich ausgelaugt, müde und lustlos fühle. Weil ich mich permanent in diese Welt flüchte, die diese Gefühle nur verstärkt. Mit jeder Minute ein bisschen mehr. Und ich bin mir sicher, dass es einen Weg raus aus der Instagram-Sucht gibt. Deswegen mache ich heute einen harten Cut.

Heute startet ein Selbstexperiment, auf das ich mich wahnsinnig freue! Das mich aber auch ein wenig nervös macht. Eine Instagram Pause für 4 Wochen. Und zwar in Form eines kalten Entzugs. Auf meinem Handy habe ich mich mich in der App ausgeloggt und in meinem Laptop-Browser einen Blocker aktiviert.

Erste Entzugserscheinungen nach wenigen Minuten

Zugegeben: Schon gestern Abend, als ich die Entscheidung traf, machten sich erste Entzugserscheinungen bemerkbar. Ich erwischte mich bei dem Gedanken, noch ein letztes Mal kurz in die App reinschauen zu wollen. „HALT STOPP!“ – maßregelte mich mein Bauchgefühl. Mir war direkt klar, dass es sich in dem Moment um die allseits bekannte „Fomo“ handelte: Fear of missing out. Aber was sollte ich schon verpassen? – dachte ich im zweiten Moment. Das nächste Food-Foto und das hundertste Statement zum Thema Money-Mindset? Nein, danke! Mein Mindset braucht gerade etwas ganz anderes. Und zwar meine reale Welt, in der ich wieder zur Herrin über meine Dopamin-Ausschüttung werde. In der ich mir Dopamin-Kicks über echte Erfolgserlebnisse hole – und nicht über die Posts teils wildfremder Menschen.

Instagram Pause für mehr Erfolg und Glück im realen Leben

Ich habe entschieden, dieses Experiment zu dokumentieren, um später besser nachvollziehen zu können, was genau in den nächsten Wochen passiert. Und inwiefern meine Instagram Pause Auswirkungen auf meine Kreativität, Produktivität und sogar auf körperliche Symptome (z. B. Müdigkeit) hat. In erster Linie mache ich das hier einfach nur für mich. Doch ich fand es eine gute Idee, meine eigenen Erkenntnisse online zu stellen, um möglicherweise auch andere Menschen zu einer Instagram Pause anzuregen. Meine Erfahrungen mit dem Selbstexperiment Instagram Pause werde ich als eine Art Audio-Tagebuch festhalten. Wenn ich die Muße dazu habe, verschriftliche ich diese Audios zudem. 🙂 Ich finde es gerade ganz spannend ein Audio-Tagebuch auszuprobieren, da ich schon immer mal meine Stimme und Redegewandtheit trainieren wollte.

Heute ist also der Startschuss für mein Selbstexperiment. Ab heute gibt es für 4 Wochen eine Instagram Pause. Mein Fazit nach den ersten zwei Stunden (es ist gerade 8 Uhr morgens): Anstatt 2 Stunden stumpf und passiv irgendeinen Content zu konsumieren, habe ich bereits diesen Blogartikel mit völligem Flow-Gefühl runtergeschrieben. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal schon so früh am Morgen ein solches Erfolgsgefühl hatte. Gestern Abend dachte ich noch, ich hätte meine hartnäckigste Schreibblockaden-Phase ever. Und heute tippe ich aus vollem Herzen und mit Freude diese Zeilen. Ich glaube, die Instagram Pause hat sich jetzt schon gelohnt. Es fühlt sich jedenfalls richtig und vielversprechend an!

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