#2 Instagram Pause – die ersten 24 Stunden und ein Struggle


WOW! Ich erinnere mich nicht daran, wann ich das letzte Mal einen so produktiven Tag in völliger Leichtigkeit hatte. Die Euphorie meiner ersten Audio-Tagebuchaufnahme zum Experiment “ Instagram Pause“ hielt noch bis spätabends an. Es fiel mir sogar schwer, einzuschlafen, weil ich voller Energie und Freude über den Tag und meine Entscheidung war.

Energie bis in den späten Abend! Placeboeffekt?

Nach meinem super Tagesstart mit einem Blogartikel schrieb ich noch einen Bericht für mein Buch, an dem ich seit zwei Monaten arbeite. Es folgten ein Spaziergang, ein Workout und zum krönenden Abschluss ein 1,5-stündiges Interview für mein Buch. Während ich mich in den letzten Wochen nahezu täglich ab mittags schon ausgelaugt fühlte und meinen Tag gedanklich um 17 Uhr beendete vor lauter Erschöpfung, sprudelte die Energie gestern bis in den späten Abend nur so aus mir heraus. Einen Placebo-Effekt schließe ich ehrlicherweise nicht aus. Ist mir aber auch egal. Denn was zählt, ist, dass ich einen MEGA Tag hatte und mich in meiner Entscheidung für die Instagram Pause bestärkt fühlte.

Die Überraschung: keine Instagram Entzugserscheinungen

Was mich zudem sehr überrascht hat: Ich hatte wider Erwarten 0,0 Entzugserscheinungen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, häufig automatisch die Instagram-URL im Browser aufzurufen, ohne diesen Move bewusst zu steuern. Vielleicht kennst du solche Automatismen von dir selbst. Zum Beispiel der automatische Griff zum Anschnallgurt, sobald du im Auto sitzt. Tatsächlich ist es gestern nur zweimal passiert, dass ich mich dabei erwischt habe, in einem Moment des Nichtstuns aus Gewohnheit „Instagram“ in die Suchleiste einzugeben. In beiden Fällen wurde ich mit dem Klick auf die Enter-Taste jedoch sofort wachgerüttelt und schloss den Tab unmittelbar. Die Seite hätte sich aufgrund eines aktivierten Blockers eh nicht öffnen können. Doch ich wollte meine Handlung so schnell wie möglich unterbrechen.

Erster Struggle: Mein Projekt in der Instagram Pause ausbremsen?

Im Laufe des Tages machte sich jedoch ein Struggle in meinem Kopf breit: Wie kann ich mein aktuelles Buch-Projekt über die Otosklerose weiter pushen, ohne Instagram zu nutzen? Natürlich gibt es theoretisch viele Möglichkeiten. Praktisch ist es jedoch so, dass derzeit Instagram der einzige Kanal ist, um meine Zielgruppe zu erreichen. Da ich mein Projekt nicht bei voller Fahrt ausbremsen möchte, habe ich die Entscheidung getroffen, Instagram in dem Zusammengang als Teil meiner produktiven Content-Veröffentlichung zu betrachten – und nicht als zeitraubendes Monster. Das bedeutet: Ich werde mich ab und zu in meinen „Business-Account“ einloggen, um meiner Zielgruppe zwischenzeitlich ein Update zu meinem Buch mitzuteilen oder ein neues Video hochzuladen. Ich nutze diesen Moment jedoch nicht dafür aus, wieder rückfällig zu werden und passives Konsumieren zu provozieren. Ich denke, dieser Kompromiss wird mein Experiment nicht beeinträchtigen.

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